Hochschulinitiative Neue Bundesländer

Bevölkerungsrepräsentative Online-Befragung unter studierwilligen Schülerinnen und Schülern zur Hochschulwahl

Im Rahmen der Kampagne "Studieren in Fernost" hat die Hochschulinitiative Neue Bundesländer eine bundesweite Umfrage unter Schülerinnen und Schülern zum Thema Hochschulwahl durchgeführt. Die Umfrage zeigt: Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer existieren in den Köpfen junger Westdeutscher noch Vorurteile gegenüber den neuen Bundesländern, die die Vorteile eines Studiums an einer ostdeutschen Hochschule überschatten.

Die bundesweite Umfrage wurde unter 500 Schülerinnen und Schülern zwischen 16 und 24 Jahren durchgeführt. Die Stichprobe wurde hinsichtlich des Wohnortes der Befragten quotiert, 20 Prozent der Befragten leben in den neuen, der Rest in den alten Bundesländern.

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Auf die Frage, wo sich die befragten Schülerinnen und Schüler grundsätzlich vorstellen könnten zu studieren, antworten 5 Prozent der Westdeutschen, dass sie gern in Ostdeutschland studieren würden. Die meisten dieser Befragten wollen eher ins Ausland oder in die deutsche Hauptstadt.
  • Für wie wahrscheinlich halten es die Befragten, für das Studium den Wohnort zu wechseln? 62 Prozent der westdeutschen Schülerinnen und Schüler sagen, dass sie für ein Studium sehr wahrscheinlich bzw. wahrscheinlich ihre Heimat verlassen würden; aber nur 9 Prozent könnten sich ein Studium an einer ostdeutschen Hochschule vorstellen.
  • Obwohl 65 Prozent der westdeutschen Befragten den Osten Deutschlands mindestens schon einmal besucht haben und nur 14 Prozent grundsätzlich kein Interesse an den neuen Bundesländern zeigen, ist die Charakterisierung dieser deutlich negativ ausgeprägt. Ostdeutschland gilt vielen als "alt", "heruntergekommen/marode", "arm", "grau", "trist" und "trostlos".
  • Die ostdeutschen Hochschulen haben aus Sicht der Befragten ihre Stärken im persönlichen Kontakt und bei der schnellen Zulassung zum Studium. Im direkten Vergleich ost- und westdeutscher Hochschulen ist der Mehrheit der Schüler bekannt, dass ein Studium in Ostdeutschland niedrigere Lebenshaltungskosten, keine Studiengebühren und einen besseren Betreuungsschlüssel verspricht.
  • Gerade bei den für die studierwilligen Schülerinnen und Schüler wichtigen Kriterien wie "guter Ruf der Hochschule", "vielfältiges Lehrangebot", "gute Karrierechancen" und "hohe Qualität der Lehre" weisen die westdeutschen Hochschulen ihrer Meinung nach deutliche Vorteile auf. Selbst bei den Kriterien "gute technische Ausstattung", "breites Studienangebot", "moderne Lehrgebäude und Bibliotheken" und "gute Betreuung", in welchen die ostdeutschen Hochschulen sehr viele Vorteile haben, werden die westdeutschen Hochschulen besser bewertet.
  • Die Schülerinnen und Schüler aus den neuen Bundesländern sehen die ostdeutschen Hochschulen in deutlich besserem Licht. Doch auch bei ihnen schneiden die Hochschulen in den alten Bundesländern in Bezug auf das vielfältige Lehrangebot, den guten Ruf der Hochschulen, die hohe Qualität der Lehre und gute Karrierechancen nach Abschluss des Studiums besser ab.
  • 69 Prozent der westdeutschen Befragten haben bereits Informationen zu Studienangeboten eingeholt. Von ihnen hat sich ein knappes Viertel auch über ostdeutsche Hochschulen informiert. Die vor diesem Hintergrund erfolgte Bewertung der Studienfächer variiert stark: 79 Prozent der informierten Westdeutschen beurteilen die Studienfächer westdeutscher Hochschulen als sehr attraktiv bzw. attraktiv, nur 35 Prozent spricht auch das Angebot ostdeutscher Hochschulen an. Die ostdeutschen Schülerinnen und Schüler bewerten zwar die westdeutschen Hochschulen hinsichtlich ihres Studienangebots besser, allerdings finden von ihnen auch 70 Prozent das Angebot an Studienfächern ostdeutscher Hochschulen sehr attraktiv bzw. attraktiv.
Zur Umfrageauf weiterer Seite

Mehr über die Kampagne

Service

Diese Seite